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Die dunkle Geschichte von Südafrika

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„Apartheid – the system of segregation or discrimination on grounds of race in force in SOUTH AFRICA 1948 - 91"

Die Geschichte Südafrikas ist unmittelbar mit der Apartheid verbunden. Wer sich für dieses wunderbare Land interessiert, dem kann man nur das Apartheid Museum in Soweto ans Herz legen. Das 2001 eröffnete Apartheid Museum ist vermutlich das beeindruckendste Museum des Landes. Hier wird die Geschichte Südafrikas, der Weg der Segregation, die 1948 begann und erst 1991 endete, auf ebenso informative und emotional tief beeindruckende Weise dargestellt..



Gleich am Eingang erhält der Besucher ein Kärtchen mit seiner "Hautfarbe" und geht durch die Tür mit der Aufschrift „Whites“ oder durch die Seite mit „Non-Whites“. In unserem Fall hieß es, Chris und ich wurden getrennt. Er war „white“ – ich „no white“. Die Beklemmung wird sofort spürbar, denn auf den nächsten Metern erlebt der Besucher, in optisch eindrucksvoller Weise umgesetzt, was zu den Zeiten der Apartheid "mit seiner Hautfarbe" erlaubt bzw. unmöglich war. So ging es uns auch – denn durch ein Gitter getrennt, konnte ich sehen, was Chris dufte und was mir an alltäglichen Dingen, die ich im Alttag gewohnt bin, nun bei Strafe verboten war!

 

Ein grandioses Zeichen der Absurdität und Willkür sind die „Chamäleonfälle“. Wer mit seiner Rassenklassifizierung nicht zufrieden war, konnte Antrag auf Änderung stellen. Oder aber, eine Person wurde denunziert und musste die "Hautfarbe" wechseln. So kam es zu der Kuriosität, dass Schwarze zu Farbigen wurden, Weiße zu Farbigen etc.. Der Wechsel der Hautfarbe war dann auch mit Verlust/Gewinn der gesellschaftlichen Stellung, des Wohnortes, des Arbeitsplatzes, der Grundrechte usw. verbunden. Vom Nachbau einer Isolationszelle bis hin zur detaillierten Darstellung der Zwangsumsiedlung bzw. Zerstörung von Sophiatown und District Six, wird alles sehr eindrucksvoll veranschaulicht..

 

Obwohl wir schon viel über das Thema Apartheid gelesen hatten, hat uns dieses Museum wesentlich tiefer du nachhaltiger beeindruckt, als wir es erwartet hätten.

Das Museum liegt übrigens recht nah der Autobahn. Wer also auf dem Weg zum Flughafen in Johannesburg, dem O.R Tambo International Airport, noch ein paar Stunden Zeit hat... es lohnt sich!

Mehr Infos unter: Apartheid Museum

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