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Argentinien Tipps für Individualreisende

26. Juli 2019
Tiefsandtaucher, Petra
Petra – nichts für Weicheier
15. September 2017
 

10 Ratschläge, die das Reisen in Argentinien erleichtern

Als wir nach grundsätzlichen Argentinien Tipps für Individualreisende gesucht haben, die nicht im Reiseführer stehen, sind wir im Netz zunächst über die (unsäglichen) Packlisten gestolpert. Da wir eigentlich wissen, was wir mitnehmen wollen, waren die wirklich wenig hilfreich. Auch den Hinweis sich bitte „auf die Kultur einzulassen“, halten wir für vollkommen normal und daher für überflüssig.

Die Themen „Preise“, „Bargeld“, „Fortbewegung“ hätten uns mehr interessiert und deshalb haben wir mal die wichtigsten Tipps zusammengestellt, die die Urlaubsplanung und auch das Reisen durch dieses wundervolle Land einfacher machen. Alle Tipps und Ratschläge beruhen auf unseren eigenen Erfahrungen (Stand 2019).

Falls Du aktuelle (Reise-)Informationen über Argentinien benötigst, gehe am besten immer auf die jeweilige Seite des Auswärtigen Amts.

Weitere Blogartikel findest Du hier:


Unsere Rundreise durch den Norden Argentiniens und die Atacama Wüste in Chile

Planung

„Argentinien und Chile sind doch mega teuer“ – das war immer der erste Satz, wenn wir von unseren Reiseplänen erzählt haben. Falsch! Denn macht man sich die Mühe (oder auch den Spaß, denn es gehört ja irgendwie zum Reisen dazu), sich selbst mit Hilfe von Freunden, Blogs und Reiseforen die Reise zusammen zu stellen, ist es preislich absolut okay (und würde sogar recht günstig, nutzt man Busse, statt Mietwagen und Hostels statt Hotels)

Will man die Zentralanden mit Atacama Wüste bereisen, sollte man sich vorher erkundigen, wie die wirtschaftliche Situation von Chile bzw. Argentinien ist. Als wir uns vor ein paar Jahren erkundigt hatte, war Argentinien ziemlich teuer – Chile deutlich günstiger. Im Jahr 2019 ist es durch die langanhaltende Inflation in Argentinien genau umgekehrt. Argentinien ist momentan für uns recht preisgünstig (allerdings für die Argentinier weniger angenehm).

Weitere Rundreisen und die dazugehörigen Reiseberichte findest Du hier:


Hotelbuchung

"Wir haben alle Hotels über die großen Buchungsportale gebucht, geändert, storniert und neun gebucht – je nachdem wie sich gerade unsere Route geändert hat. Das ging problemlos und die Preis/Leistungsverhältnis hat auch (bis auf einmal) gepasst.
Das Tango de Mayo Hotel in Buenos Aires im Stadtteil Monserrat ist ein guter Ausgangspunkt um Regierungs- und Hafenviertel zu Fuß zu erkunden.

Weitere Hotels, die uns auf unseren Reisen gefallen haben, findest Du hier:

Mietwagen und Grenzübertritt nach Chile

Einen Mietwagen zu bekommen ist kein Problem – auch nicht der Preis. Fährt man nicht abseits der Route, reicht ein 2x4 Antrieb, der schon etwas mehr PS haben darf, denn die Fahrt über die Anden, rauf auf fast 5.000 m hat es in sich. Wir hatten einen Dacia Duster und waren mega zufrieden. Allerdings ist der Grenzübertritt nach Chile bei den meisten Autovermietungen nicht erlaubt, auch wenn es auf Konditionen in den Autovermietungsportale ausgelobt wird. Wir haben das Spielchen „Auto anfragen – Ablehnung“ oder die Variante „Auto anfragen – Bestätigung – ausdrückliches Verbot des Grenzübertritts nach Chile“ ein paarmal mitgespielt. 5 Tage vor Abflug haben wir uns reuevoll an ein Reisebüro gewandt, dass auf Lateinamerika spezialisiert ist und darüber das Auto gebucht.

 

Flughafen oder Weiterreise von Buenos Aires nach....

Der internationale Flughafen von Buenos Aires ist der Buenos Aires Ezeiza Airport (EZE), ca. 22 km außerhalb der City. Hier landen die großen internationalen Flüge.
Was man wissen sollte ist, dass die Inlandsflüge in der Regel nicht von EZE starten, sondern vom kleinen Stadtflughafen Aeroparque Jorge-Newbery (AEP), der malerisch am Rio de la Plata (aber nicht in der Nähe des EZE) liegt.

 

Empfehlung: Bei Inlandsflügen am besten schon vor der Flugbuchung , spätestens vor der Weiterreise, den ITA-Codes der Flughäfen checken. Vom EZE (internationalen Flughafen) nach AEP (Stadtflughafen Buenos Aires) sind es gut und gerne mal 2 Stunden Fahrtzeit mit dem Taxi. Das Gepäck wird nicht durchgecheckt.




Taxis

Schon im Flieger hatten wir gehört, dass es lebensgefährlich sei, ein Taxi zu nehmen, weil man sofort entführt oder beraubt würde. Das ist Quatsch – zumindest, wenn man die registrierten Taxis (schwarz-gelb) nimmt. Einfach im Hotel vorbestellen – oder Taxi an der Straße heranwinken. Die Preisverhandlungen sind recht einfach, denn hier wird meist auf das Taxameter verweisen. Quer durch die Stadt (von Montserrat nach Recoleta) haben wir dann ca. 3 Euro bezahlt.

Am Aeroparque Jorge-Newbery (AEP) muss man zunächst den Automaten für die Taxis suchen (im Gebäude). In den Automaten gibt man die Ziel-Adresse und die Anzahl der Gepäckstücke ein, bekommt den Preis für die Fahrt vorgegeben und erhält eine Quittung. Dann geht man wieder nach draußen zum Taxi-Stand und reiht sich in die (gefühlt) unendliche Schlange derer ein, die auf das nächste Taxi warten. Ist man an der Reihe, zeigt man dem Ordner die Quittung und wird ins nächste Taxi gesetzt. Es geht tatsächlich recht zügig und problemlos. Wenn das so in Deutschland laufen würde, wäre es auch bei uns deutlich stressfreier...


 

Bargeld, Geldautomaten bzw. ATM

Bargeldbeschaffung ist aufgrund der wirtschaftlichen Situation in Argentinien etwas schwierig. Pro Abhebung kann man nicht mehr als 2.000 ARS ziehen. Das sind ungefähr 42 Euro (Stand 2019). Dazu kommen die nicht unerheblichen Gebühren von 25% des Betrages. Wir haben auf sehr traditionelle Art, nämlich in Wechselstuben in Buenos Aires, Bargeld getauscht. Der Kurs war gut, ein minimaler Aufschlag für Gebühren, aber absolut fair. Dabei gingen Euro ebenso einfach zu tauschen wie USD. Empfehlung: Möglichst viel Fremdwährung (Euro oder USD) am Anfang der Reise in Buenos Aires umtauschen. Vorteil: Es spart viel Zeit während der Reise; Nachteil: leider viel Bargeld in der Tasche.



Kreditkarten

Fast überall werden Kreditkarten akzeptiert, VISA etwas eher als Mastercard. An großen Tankstellenketten kann man mit Kreditkarten zahlen. Die der staatliche Ölgesellschaft YPF akzeptieren immer Kreditkarten und sind auch im Land sehr gut vertreten. Vor allem die kleinen Supermärkte akzeptieren (fast) nur Bargeld. In Restaurants kann man teilweise mit Kreditkarte bezahlen - am besten vorher abklären.


 

Wifi in Argentinien

Wir hatten - bis auf einmal im abgelegenen San Antonio de los Cobres - überall in den Hotels, Pensionen und Restaurants Wifi. Wer allerdings in den Zentralanden darauf hofft, der sollte dann doch eher woanders hin fahren...



Tankstellen

Es gibt natürlich nicht überall Tankstellen, aber in den meisten größeren Orten befindet sich mit Glück eine YPF (akzeptiert Kreditkarten). Auf unserer Reise von Salta durch die Anden nach San Pedro de Atacama (Chile) und zurück, hatten wir keinerlei Probleme, eine Tankstelle zu finden.


 

 

Sprache

Spanisch, Spanisch oder Spanisch... Englisch in den seltensten Fällen, auch nicht an Touristenplätzen wie Iguazu. Man sollte vorher zumindest Richtungen (rechts, links, geradeaus, nach oben...) und ein paar Grundbegriffen kennen. Ein großer Vorteil ist allerdings, dass die Argentinier einen verstehen wollen – wenn sich also beide Seiten Mühe geben, klappt das! Zur Not gibt es den Google Translator.


 

Farbenpracht

Abschließend ein paar erste Shots von unserer Rundreise durch den Norden Argentiniens und die Atacama Wüste - es war eine unglaublich erlebnisreiche und beeindruckende Reise, die uns nachhaltig vom südamerikanischen Kontinent begeistert hat...

Demnächst wird es hier weitere Eindrücke von Buenos Aires, den einzelnen Etappenzielen und von den Iguazú Wasserfällen geben.

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