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Marokko – Auf den Spuren von Game of Thrones

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6. März 2016
Riad Charme d’Orient, Marrakesch
30. Mai 2016
 

Mit Daenerys Targaryen durch die Sklavenbucht und in die freien Städte von Essos

OK, die Drehorte von Game of Thrones waren sicherlich nicht unser Hauptantrieb, nach Marokko zu reisen, jedoch als Fans dieser Kultserie waren wir natürlich schon sehr gespannt, wie es ist, die Originaldrehorte zu besichtigen.

Nachdem wir Marrakesch erkundet hatten, ging es für uns nach Aït-Ben-Haddou, das ein gut erhaltenes Ksar ist, also ein befestigtes Dorf, dass sich etwa 100 km südöstlich von Marrakesch befindet. Es liegt majestätisch auf einem Berg und von oben konnten wir das weite trockene Land und einen (zumeist ausgetrockneten) Fluss überblicken. Dank seines erhaltenen und geschichtlichen Aussehens zieht Aït-Ben-Haddou Touristen, aber auch Filmemacher an.

 

Aït-Ben-Haddou ist bei Game of Thrones in der 2. und 3. Staffel als Yunkai und Pentos in Essos zu sehen. Natürlich würde Aït-Ben-Haddou in der Serie.

Besonders in den Morgenstunden entfaltet Aït-Ben-Haddou seinen besonderen Reiz. Dann scheint das alte Ksar mit den ersten Sonnenstrahlen förmlich zu glühen.

Aït-Ben-Haddou in frühen Morgenlicht

 

Aït-Ben-Haddou besteht aus mehreren eng aneinander gebauten und teilweise ineinander verschachtelten Wohnburgen. Deren Lehmmauern ruhen meist auf natürlichem Fels. Die Bauten mit ihren Ecktürmen und Zinnen verleihen dem Ort ein wehrhaftes Aussehen, welches durch die Hanglage noch verstärkt wird. Die meisten Ecktürme waren im oberen Bereich mit geometrischen Motiven dekoriert

 

Aït-Ben-Haddou war natürlich auch schon vor Game of Thrones häufig ein Schauspielort berühmter Filme. Die berühmtesten waren:

- Lawrence von Arabien (1962)
- Himmel über der Wüste (1990)
- Die Mumie (1999)
- Gladiator (2000)
- Alexander (2004)

Unser Hotelinhaber berichtet uns, dass gerade der Film "Gladiator" und im Besonderen der Regisseur Ridley Scott den Ort wieder Leben eingehaucht hat, weil der Film sehr lange Zeit in Aït-Ben-Haddou gedreht worden ist und somit Ridley Scott sehr vielen Einheimische Arbeit gegeben hat. Somit hat Ridley Scott heute immer noch einen sehr guten Ruf und die Einwohner sind ihm sehr dankbar.


Essaouira oder die freie Hafenstadt Astapor in Essos

Während sich die fiktive Stadt Astapor südlich von Yunkai befindet, liegt Essaouira westlich von Aït-Ben-Haddou – etwa 100 km westlich von Marrakesch – an der Atlantikküste Marokkos. Die Stadt ist mit nur 70.000 Einwohnern relativ klein und ein Blickfang sind sicherlich die imposanten Stadtmauern, die Essaouira, aber auch Astapor, so auszeichnet. Auch die gesamte Altstadt (Medina) von Essaouira wurde im Jahr 2001 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.

 

Kein Tourist sollte es versäumen, das auf dem Felsen des Atlantiks gebaute, charmante Fischerstädtchen zu besuchen

Bei unserem Altstadtbummel, der andalusisch geprägten Medina, gefallen uns die vielen malerisch weißen Häuser - besonders die gelb umrahmten Eingangsportale, Torbögen und die blau getünchten Fenster und Türen fallen uns ins Auge.

Durch die vielen historischen Gebäude hat die Stadt ein unverwechselbares Flair, das durch die vielen Restaurants, Cafés, Galerien lokaler Künstler und Boutiquen noch verstärkt wird.


 

Besonders die Hafengegend mit den vielen Fischerbooten, der Fischmarkt, der direkt an der Anlegestelle eher provisorisch anmutet und die mächtige Festungsanlage hat es uns angetan. Die Festungsanalge, auf der es auch heute mächtig windet, so dass wir einen guten Eindruck gewinnen können, wie es für Bevölkerung damals gewesen sein muss, nicht nur Wind und Wetter, sondern in erster Linie feindliche Seetruppen zu trotzen, ist nicht jeden Tag geöffnet. Am zweiten Tag haben wir aber Glück und wir können gegen einen kleinen Eintritt die komplette Analge besichtigen.

 

Wir sind immer wieder überrascht, wie wenig Touristen hier sind. Natürlich freut es uns einerseits, dass wir eigentlich nur unter Einheimischen sind, aber es ist schon sehr bedruckend, dass der marokkanische Tourismus so stark unter dem weltweiten Terror zu leiden hat. Sicherlich auch ein Grund, warum so viele Marokkaner keinen Job haben und deshalb ihr Heil auf dem europäischen Festland suchen.

Uns hat der Trip zu den Original-Schauspielstätten von Game of Thrones auf alle Fälle sehr gefallen und es wird bestimmt nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir dieses Land mit seinem "1001 Nacht Charme" besuchen werden.


Wenn es Euch auch gefallen hat, dann geht es hier weiter zu der restlichen Reiseroute:

Zu unserer Rundreise durch Marokko

1 Comment

  1. Rushan sagt:

    Oh! Marokko! Unsere Wege kreuzen sich offensichtlich! Essaouira und Marrakesch haben wir auch längst besucht. Ich habe Marrakesch aus dem höchsten Gebäude besichtigt: aus dem Minarett der Muschee al-Kutubija. Leider wußte ich nicht, dass ich so geehrt würde, deshalb habe nach oben meine Kamera nicht mitgenommen. Und mein Handy konnte damals keine Fotos machen. Übrigens konnte ich mich mit dem Mu’azzin der Muschee kaum im Arabischen verständigen. Er kannte die Sprache noch schlimmer als ich, obwohl das die Staatssprache ist. Sie sprechen dort eine Mischung von Arabischen und Französischen

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